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Die FDP Wil sagt JA zur Steuerfusssenkung

 

Am 10. März 2019 befindet die Wiler Stimmbevölkerung über den Steuerfuss 2019 der Stadt Wil.

Parteileitung und Fraktion der FDP Wil empfehlen Ihnen für diese Abstimmung ein «JA» zu einer Senkung des Steuerfusses von 120% auf 118%.


Um was geht es? 

Im Rahmen der Budgetsitzung des Stadtparlaments von 12. Dezember 2018 beantragte die Geschäftsprüfungskommission (GPK) den Steuerfuss neu bei 118% festzulegen. Die GPK kritisierte die Qualität des Budgets und verwies auf die grossen Reserven im Budget, welche darauf hindeuten würden, dass auch in der Rechnungsperiode 2019 eher mit einem Gewinn als mit dem veranschlagten Defizit gerechnet werden könne, was auch der Finanzverwalter bei der Medienorientierung zum Budget erwähnte. Eine moderate Senkung des Steuerfusses soll einerseits die Reserven im Budget lockern und andererseits das Kostenbewusstsein im Stadtrat erhöhen.

Die FDP-Fraktion teilte diese Ansicht. Mit den Antrag einer departementsübergreifenden Reduktion der Ausgaben in drei zentralen Bereichen bot man dem Stadtparlament auch eine Alternative zur Steuersenkung, welche eine knappe Mehrheit aus SP, Grünen und Teilen der CVP jedoch ablehnte.

Nachdem auch der GPK-Antrag einer Steuerfusssenkung abgelehnt wurde, entschied man sich dafür, gemeinsam mit der SVP-Fraktion das Ratsreferendum zu unterstützen und damit die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger selbst über den Steuerfuss entscheiden zu lassen. 


Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass die Reserven im Budget 2019 diese Steuersenkung zulassen. Die hohen Gewinne der letzten Jahre, sprechen dafür, dass wohl auch dieses Jahr kein Defizit resultieren wird und die Eigenkapitalreserven der Stadt stabil bleiben oder gar weiter anwachsen werden.

Zweifelsohne stehen in den nächsten Jahren hohe Investitionen an. Das ist eine Folge der tiefen Realisierungsquote der letzten Jahre, vor der die FDP stets warnte. Das legitimiert aber nicht, Steuern auf Vorrat zu erheben. Stand heute spricht nichts gegen eine moderate Senkung des Steuerfusses und damit eine Entlastung der Steuerzahler sowie eine Stärkung des Kostenbewusstseins in der Verwaltung. Sollten die anstehenden Projekte dereinst eine Erhöhung des Steuerfusses unumgänglich machen, wird sich die FDP dem nicht verweigern. Niemand will die Stadt kaputtsparen. Wir wollen aber die Gewissheit haben, dass der Stadtrat die Steuergelder mit Bedacht einsetzt. Das heisst konkret, bevor die Steuern erhöht werden, sollen auch Ausgaben kritisch hinterfragt werden und Prioritäten richtig gesetzt werden.

 Das Anliegen der Steuerfusssenkung wird ebenfalls unterstützt durch:

  • SVP Wil
  • Jungfreisinnige Wil und Umgebung
  • Gewerbeverein Wil und Umgebung
  • Arbeitgebervereinigung Wil

Lesen Sie hier das vollständige Argumentarium.


Kontakt für Rückfragen:

Claudio Altwegg, Präsident FDP Wil
Mario Breu, Fraktionspräsident FDP Wil

FDP Wil empfängt Karin Keller-Sutter

Zu Ehren unserer neuen Bundesrätin Karin Keller-Sutter organisieren der Kanton St. Gallen und die Stadt Wil einen offiziellen Empfang am 13. Dezember 2018 mit einem Apéro für die ganze Bevölkerung.

Die FDP Wil empfängt Karin Keller-Sutter am offiziellen Stand an der oberen Bahnhofstrasse (höhe UBS / Coop-City) und lädt alle Mitglieder ein, sich ab 17.30 Uhr am Stand einzufinden.

Danach begleiten wir „unsere Bundesrätin“ zum Hofplatz, wo sie, die Stadtpräsidentin sowie FDP-Parteichefin Petra Gössi Grussworte an die Bevölkerung richten werden.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

10.12.18
Die Parteileitung

Informationen zum Anlass:
https://www.stadtwil.ch/aktuellesinformationen/617989

Bundesratswahlen live in Wil

Die FDP Wil zeigt die Bundesratswahl live im Hof zu Wil – seien Sie dabei!

Der 5. Dezember 2018 wird ein besonderer Tag für die FDP Wil und selbstverständlich auch für die ganze Wiler Bevölkerung. Karin Keller-Sutter, St. Galler Ständerätin und Mitglied unserer Ortspartei stellt sich zur Wahl als Bundesrätin.

Wir wollen dieses spezielle Ereignis gemeinsam mit Ihnen verfolgen und «live» dabei sein, wenn die vereinigte Bundesversammlung den Sitz des abtretenden Bundesrats Johann Schneider-Ammann neu besetzt.

Ab 8.00 Uhr übertragen wir die Wahl im Hof zu Wil. Dazu gibt es Kaffee, Tee und Gipfeli. Und selbstverständlich drücken wir «unserer Karin» die Daumen, wenn gegen Mittag der freiwerdende FDP-Sitz neu besetzt wird. Mit dabei sind nebst der Parteileitung der FDP Wil auch Vertreter der FDP-Fraktion aus Kantonsrat und Stadtparlament, Gäste und Repräsentanten anderer politischer Parteien sowie Mitglieder des Wiler Stadtrats. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Medienschaffende werden gebeten, sich im Voraus anzumelden. Vielen Dank!

Karin Keller-Sutter kandidiert für den Bundesrat

Die Wiler Ständeratspräsidentin steigt nach reiflicher Überlegung in den Ring

Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter kandidiert für die Nachfolge von Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann. Das gab sie heute vor den Medien bekannt. Die FDP des Kantons St.Gallen freut sich sehr über die Kandidatur und schlägt Keller-Sutter am 20. Oktober den Mitgliedern zur Nomination vor. Mit der Bekanntgabe der Kandidatur wird dem Anspruch der Ostschweiz auf Vertretung im Bundesrat Nachdruck verliehen. Darüber hinaus hat Karin Keller-Sutter als einflussreiche Ständerätin, ehemalige Regierungsrätin und Vertreterin der Wirtschaft sowie des Gewerbes die idealen Voraussetzungen und Kompetenzen für das höchste Amt.

Anlässlich des heutigen Point de Presse hat Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter ihr Interesse am Amt der Bundesrätin bekannt gegeben. Karin Keller-Sutter hat sich in den letzten sieben Jahren als dossierfeste Ständerätin sehr verdient gemacht. Sie hat bei verschiedenen politisch anspruchsvollen Themen massgeblich zur Lösungsfindung beigetragen und sich als Brückenbauerin ausgezeichnet. Durch ihr Amt als Ständeratspräsidentin verfügt sie ausserdem über profunde Kenntnisse des Parlamentsbetriebes. Als Präsidentin der EU-EFTA-Delegation vertritt sie die Schweiz zudem auf dem internationalen Parkett.

Sich vorbehaltlos in den Dienst des Landes stellen

„Es wäre mir eine grosse Ehre und Freude, mich für unser Land in dieser verantwortungsvollen Position einzusetzen“, führte Karin Keller-Sutter aus. Die Entscheidung für eine Bunderatskandidatur fällte sie aber nicht leichtfertig: «Ich habe die letzte Woche genutzt, um mit meinem Mann, meiner Familie, meinen Freunden sowie meinen Weggefährten die Situation zu analysieren. Nach reiflicher Überlegung bin ich zum Schluss gelangt, dass ich mich der Partei für die Ersatzwahl von Bundesrat Schneider-Ammann gerne zur Verfügung stelle», so Keller-Sutter zu Beginn ihrer Ansprache. Offen ging sie auch darauf ein, dass ihre Nichtwahl vor acht Jahren bei ihrer Entscheidfindung ebenfalls eine Rolle spielte. «Ich habe gelernt, mit Tiefpunkten und Niederlagen umzugehen», führte sie aus. Sie fühle sich aber breit getragen – sowohl durch ihren Ehemann, ihre Familie, ihr Umfeld sowie durch zahlreiche Exponentinnen und Exponenten innerhalb und ausserhalb der FDP: «Ich bin jetzt 54 Jahre alt und bin in einer Lebensphase, in der ich den Rücken und den Kopf für das Amt frei hätte. Ich bin bereit, mich vorbehaltlos in den Dienst unseres Landes zu stellen.»

Internationale Ausbildung

Karin Keller-Sutter wurde am 22. Dezember 1963 als Tochter eines Wirtepaars geboren. Nach Schulen in Wil und Neuchâtel sowie einem Studienaufenthalt in London liess sie sich in Zürich zur dipl. Übersetzerin und dipl. Konferenzdolmetscherin ausbilden. Nach einem weiteren Studienaufenthalt in Montréal absolvierte sie ein Nachdiplomstudium am pädagogischen Institut der Universität Fribourg. Bis zu ihrer Wahl in die St.Galler Regierung im Jahr 2000 war sie als selbstständige Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin tätig und nahm einen Lehrauftrag an der gewerblichen und kaufmännischen Berufsschule St.Gallen wahr. Heute führt sie verschiedene Mandate in der Privatwirtschaft aus.

Vom Gemeinde- in den Ständerat

1992 wurde sie in den Gemeinderat der Stadt Wil und 1996 in den Kantonsrat gewählt. Von 1997 bis 2000 amtete sie Kantonalpräsidentin der FDP des Kantons St.Gallen. In ihrer späteren Funktion als Regierungsrätin war sie insgesamt zwei Mal Regierungspräsidentin und vertrat den Kanton von 2010 bis 2012 in der Konferenz der Kantonsregierungen. Im selben Zeitraum präsidierte sie auch die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren. 2011 wurde sie auf Anhieb in den Ständerat gewählt, den sie 2017/2018 ebenfalls präsidiert. Sie ist zudem Mitglied wichtiger Kommissionen: namentlich der WAK und der SGK. Weiter engagiert sie sich als Vizepräsidentin der APK und als Präsidentin der parlamentarischen Delegation EU-EFTA.

Kompetent und bodenständig

Im Rahmen des Point de Presse wurde Karin Keller-Sutter von verschiedenen Amtsträgern der FDP des Kantons St.Gallen sekundiert. Kantonalpräsident und Kantonsrat Raphael Frei machte in seiner Ansprache klar, dass die Kompetenz möglicher Kandidierender ausschlaggebend sei. «Mit Karin Keller-Sutter präsentiert die FDP des Kantons St.Gallen eine dossierfeste, kompetente und zukunftsgerichtete Ständerätin mit Regierungserfahrung. Aus Sicht der FDP ist sie damit eine hervorragende Vertretung der Ostschweiz, vor allem aber die ideale Kandidatin für das Amt einer Bundesrätin und perfekt geeignet, diese Verantwortung für unser Land zu übernehmen», so Frei. Weiter führte er aus: «Karin Keller-Sutter hat die Bodenhaftung nie verloren. Sie ist nahe bei den Menschen, nahe am Geschehen – das zeichnet sie aus. Ich erlebe Karin Keller-Sutter immer als sehr herzliche, humorvolle Persönlichkeit. Beide Eigenschaften sind für das höchste Amt von wichtiger Bedeutung.»

Ostschweiz jetzt in den Bundesrat

Nationalrat Walter Müller legte den Fokus seiner Ansprache insbesondere auf den Anspruch der Ostschweiz, wieder im Bundesrat vertreten zu sein: «Die Kultur, das Staatsverständnis und der Pragmatismus der Ostschweiz fliessen derzeit nicht in die Entscheidungen des Bundesrates ein. Die Ostschweiz ist seit 2010 und der Kanton St.Gallen sogar seit 1986 nicht mehr im Bundesrat vertreten», erklärte Müller. Karin Keller-Sutter sei aber nicht nur eine ideale Kandidatin für die Ostschweiz, so Müller: «Sie ist vor allem sehr fähig, führungsstark und sie politisiert nahe an der Sache. Sie hat immer wieder bewiesen, dass sie für die Erarbeitung von Kompromissen mehr als bereit ist, auch über die eigenen Parteigrenzen zu schauen – im Interesse des ganzen Landes.»

Gut vernetzt in der Wirtschaft

«Eine Aussage, die Karin Keller-Sutter ab und zu macht, ist mir im Gedächtnis geblieben: Erwirtschaften vor Verteilen. Dieses Bewusstsein brauchen wir mit Karin Keller-Sutter im Bundesrat» sagte Nationalrat Marcel Dobler im Rahmen seines Votums. Karin Keller-Sutter bringe neben ihrem politischen Rucksack auch eine langjährige Erfahrung aus der Wirtschaft mit. Dies sei angesichts der aktuellen Ausgangslage umso relevanter. Denn nach dem Rücktritt von Bundesrat Schneider-Ammann fehle die Sicht der Wirtschaft im Bundesrat grösstenteils, bedauerte er. Dobler hielt zudem fest: «Nie hat sie aber den Blick für das Gesamte verloren, weshalb sie im Parlament in vielen wichtigen Dossiers zu mehrheitsfähigen Kompromissen beigetragen hat.»

Nominationsversammlung am 20. Oktober

Karin Keller-Sutter hat ihr Interesse an einer Kandidatur der Parteileitung der FDP des Kantons St.Gallen am 08. Oktober 2018 mitgeteilt. Die Parteileitung wird Keller-Sutter den Mitgliedern als Kandidatin vorschlagen. Die Partei wird an der öffentlichen Nominationsversammlung vom 20.10.2018 darüber befinden. Nach erfolgreicher Nomination wird sie schriftlich der FDP.Die Liberalen Schweiz gemeldet, die das weitere Auswahlverfahren durchführt. Strategie und Kandidatenfeld werden sodann durch die FDP-Liberale Fraktion der Bundesversammlung bestimmt.

FDP SG Medienmappe (deutsch)

FDP SG Dossier de presse (français)

FDP SG Communiqué (deutsch)

FDP SG Communiqué (français)

FDP SG Ansprache Karin Keller-Sutter (deutsch)

FDP SG Allocution de Karin Keller-Sutter (français)

FDP SG Lebenslauf (deutsch)

FDP SG curriculum vitae (français)

FDP SG Weitere Ansprachen (nur deutsch)

FDP SG Medieneinladung Nominationsversammlung (deutsch)

FDP SG Invitation à une assemblée de nomination (français)

Wahlfeier Karin Keller-Sutter

Wahlfeier Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter

Am 27. November 2017 wird unsere Ständerätin Karin Keller-Sutter zur Präsidentin des Ständerats gewählt. Das wollen wir natürlich gebührend feiern! Die Wahlfeier findet am Mittwoch, 29. November, in Wil statt. Ab 17:30 Uhr wird der Bevölkerung auf dem Hofplatz ein Apéro offeriert und ab 18:15 Uhr führt eine Cortège durch die Wiler Innenstadt. Die Freisinnigen des Kantons sind herzlich eingeladen, an diesen Festlichkeiten teilzunehmen und unsere dann frischgebackene Ständeratspräsidentin damit zu ehren.

Wir danken für Ihre Anmeldung unter folgendem Link: https://goo.gl/forms/qtF2oFOqOTLYfr4q2

Marroni mit der FDP Wil

Meet and Greet mit der FDP Wil

Mitglieder der Parteileitung und der Fraktion der FDP Wil verteilten heute bei wunderbarem Herbstwetter 25 Kg heisse Marroni an die Wilerinnen und Wiler. Ein spezieller Dank geht an DEN Marroniverkäufer in der Wiler Fussgängerzone. Die Marroni waren Klasse!

Wir freuen uns schon auf den nächsten Anlass im Advent. Besuchen Sie uns an unserem traditionellen Glühweinstand am Wiler Weihnachtsmarkt!

   

Nein zur Schein-Rentenreform!

Beitrag von Präsident Claudio Altwegg
(Polittalk, Wiler-Nachrichten, 17.08.2017)

Altersvorsorge 2020 – Wie bitte?

Am 24. September 2017 stimmen wir über die «Altersvorsorge 2020» ab, die unser Rentensystem reformieren soll. Doch was hat es mit der sogenannten Rentenreform wirklich auf sich? Haben Sie sich bereits mit der Vorlage auseinandergesetzt, die angeblich die Rettung unserer Rente sein soll? Falls nicht, sollten Sie das unbedingt tun. Und lassen Sie sich dabei nicht täuschen.

Ziel dieser vollgepackten Abstimmungsvorlage ist nämlich primär, die AHV-Renten zu erhöhen. Ein ideologisches Projekt, welches eigentlich schon vor einem Jahr, bei der AHV-Plus-Initiative auf deutliche Ablehnung gestossen ist. Finanziert werden soll dieses teure Vorhaben nun durch die junge Generation (höhere AHV-Beiträge), durch die Frauen (Rentenalter 65), auf Kosten der zweiten Säule (tieferer Mindestumwandlungssatz) und durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Diese Rechnung geht nicht auf! Der Effekt verpufft nahezu wirkungslos, denn die Pensionierung der geburtenstarken Jahrgänge steht bevor. Diese enorme Last kann durch die genannten Massnahmen nicht nachhaltig getragen werden. Als Jungpolitiker wehre ich mich gegen ein solch unsolidarisches Vorhaben.

Es ist unbestritten, dass wir in einer immer älter werdenden Gesellschaft mit einem wachsenden Bevölkerungsanteil an Pensionierten wirksame Gegenmassnahmen zur finanziellen Schieflage der Altersversicherung treffen müssen. Doch die Vorlage zur Altersvorsorge 2020 ist nicht die Lösung dieser Problematik. Im Gegenteil. Sie schiebt das Problem nur auf die lange Bank und ist noch dazu mit massiven Kosten verbunden. Schon 2027 wäre mit einem Verlust in Milliardenhöhe zu rechnen und dies trotz einer erheblichen Mehrbelastung der jüngeren Generationen sowie einer unsozialen Erhöhung der Mehrwertsteuer. Wir wären also nach nur wenigen Jahren gezwungen eine weitere Reform auszuarbeiten und dies aus einer noch schwierigeren Ausgangslage heraus. Lassen wir es nicht soweit kommen. Auch wenn die Zeit drängt, es bleibt genug, um eine solide Lösung zu finden. Mit einem NEIN zur Altersvorsorge 2020 machen wir den Weg frei für eine faire und nachhaltige Sanierung unseres Rentensystems.

Energiestrategie: Wil wirkt!

Beitrag von Vizepräsidentin Cornelia Kunz:
(Polittalk, Wiler-Nachrichten, 01.06.2017)

Die Würfel sind gefallen, das Volk hat entschieden: Die Energiestrategie wurde vom Souverän deutlich gutgeheissen.

Ein grosser Teil der Massnahmen zur Umsetzung dieser Strategie sind noch zu definieren. Doch bereits jetzt ist absehbar, dass diese zu noch hitzigeren Diskussionen führen werden, als die Strategie als solches. Dabei wird bald wieder mit grossem Aufwand und mit alternativen und anderen Fakten, um Stimmen gerungen.

Die Energiewende ergibt sich aber nicht in Diskussionen, sondern durch Taten. Mit dem zukunftsgerichteten Engagement von Einzelpersonen und dem nachhaltigen Handeln von Unternehmen, unterstützt durch die dafür nötigen Strukturen seitens öffentlicher Hand.

Auf Basis des breit abgestützten Volksentscheids hat die Schweiz die einmalige Chance im Bereich der Energiewende eine Vorreiterrolle einzunehmen und anderen hochentwickelten Staaten aufzuzeigen, wie ambitionierte Energieziele ohne Einbusse bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erreicht und die Abdeckung des Energiebedarfs aus eigenen Anlagen langfristig sichergestellt werden können.

In diesem Zusammenhang freut es mich ganz besonders, dass die Stadt Wil, unter der Verantwortung der Technischen Betriebe (TBW), die Machbarkeit der Anbindung von Wil am Fernwärmenetz des Energiepark Bazenheid detailliert prüft. Dieses und viele weitere, ähnliche Projekte werden letzten Endes dazu führen, dass die Energiestrategie erfolgreich umgesetzt wird. Toll, können wir in Wil gemeinsam wirken und den Volkswillen direkt umsetzen.

 

 

 

Interview mit Claudio Altwegg

Wiler-Nachrichten, 26.05.2017

Politik ist sein Hobby

Claudio Altwegg ist neuer Präsident der FDP Wil. Damit löst er Jigme Shitsetsang nach acht Jahren im Amt ab. Im Interview spricht Altwegg über Geldreserven, Freiheit und seinen Wunsch, Politik wieder nahbarer zu machen.

Herr Altwegg, welche Pläne haben Sie für die Zukunft ihrer Partei?
Ich will den Erfolg beibehalten. Das ist eine Steilvorlage, denn bei den letzten Wahlen konnten wir trotz Parlamentsreduktion unsere acht Sitze halten. Der Wähleranteil konnte sogar ausgebaut werden. Mein Ziel ist es, weiter an diesem Erfolg zu arbeiten. Ausserdem will ich neue Köpfe für die Partei gewinnen. Die FDP soll in den nächsten Jahren noch stärker in der Bevölkerung verankert sein.

Und was sind die politischen Themen der FDP Wil dieses Jahr?
Wir setzen uns ein für einen attraktiven Standort, sowohl für Private als auch für die Wirtschaft. Die Finanzplanung, insbesondere die Steuern sind da sicher ein Thema im nächsten Jahr. Ein weiteres aktuelles Anliegen ist die Prüfung eines Tagesschulmodells. Wir sind überzeugt, dass es für junge Familien Vorteile bringen könnte, wenn diese Option besteht.

Wie wollen Sie das erreichen?
Einerseits hat Adrian Bachmann letztes Jahr ein Postulat eingereicht, welches eine seriöse Prüfung eines solchen Modells verlangt. Andererseits bringen wir uns intensiv in das Projekt Schule 2020 ein. Wichtig ist, das bei den derzeitigen Analysen keine Einschränkungen gemacht werden. Es muss unvoreingenommen nach Lösungen gesucht werden. .

Mit dem guten Abschluss der Stadt Wil 2016 wurde auch der Ruf nach einer Steuersenkung laut. Wie steht die FDP dazu?
Die Stadt Wil steht finanziell sehr gut da. Die Diskussion um eine Steuersenkung muss deshalb zugelassen werden. 5 bis 10 Prozent sind eine realistische Forderung. Eine Anhäufung von Geldreserven ist nicht nötig. Wenn erfolgreich gearbeitet wurde, darf der Steuerzahler auch entlastet werden.

Ein zentrales Thema der FDP ist die Liberalisierung der Wirtschaft. Ist Wil in diesem Zusammenhang liberal genug?
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine liberale Wirtschaftspolitik werden vor allem auf Bundesebene gesetzt. Die FDP setzt sich dafür ein. Wir sehen zurzeit in einzelnen Staaten Europas, dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist. Die Freiheit ist ein hohes Gut. Sie fördert Fortschritt und Innovation, fordert aber auch Verantwortung. In der Schweiz und auch in Wil haben wir diesbezüglich eine gute Ausgangslage.

Wie attraktiv ist der Standort Wil?
Man könnte sicher noch mehr machen. Allgemein betrachtet ist der Standort von der Lage und Infrastruktur her attraktiv. In Sachen Steuern und Investitionen könnte noch einiges getan werden. Ich denke, da haben wir mit unserem jungen Team Vorteile. Wir haben eine andere Sicht auf die Dinge und denken nachhaltiger.

Letzte Woche war im Parlament die Jahresrechnung der TBW traktandiert. Wie stehen Sie zur Privatisierung der TBW?
Damit habe ich mich noch nicht intensiv befasst. Grundsätzlich hat der Staat eine Versorgungsaufgabe. Aber die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Staates haben Grenzen. Diese gilt es zu klären. Die TBW mussten sich in den letzten Jahren dynamisch verändern, was erfolgreich gelungen ist. Um das weiterhin zu bleiben braucht die TBW entsprechende Flexibilität in ihrem unternehmerischen Handeln. Die Frage, die man stellen kann, ist ob wirklich alle Angebote zum Service Public gehören.

Ist es aus Sicht der Wiler Bevölkerung eine Privatisierung der TBW wirklich sinnvoll?Hier gibt es – wie immer, wenn ein staatliches Unternehmen privatisiert wird – die klassischen Vor- und Nachteile. Meiner Ansicht nach fördert ein gesunder Wettbewerb immer die Entwicklung in einer Branche. Egal welche Lösung schlussendlich angestrebt wird. Für die Bevölkerung sollen daraus keine Nachtteile entstehen.

Auf kommunaler Ebene wird die FDP häufig zu wenig wahrgenommen. Woran liegt das?
Die FDP verfügt schweizweit über die meisten Exekutivmandate. Unser Stadtrat Daniel Meili wurde letztes Jahr mit dem besten Ergebnis wiedergewählt. Ich denke nicht, dass die Situation so dramatisch ist. Vielleicht machen wir in der politischen Diskussion nicht immer so viel Lärm wie andere Parteien. Wir betreiben Sachpolitik.. Die ist in Diskussionen natürlich nicht immer gleich spannend, wie emotionale Argumentationen.

Was wollen Sie dagegen tun?
Meine Hauptaufgabe liegt darin, die Anliegen der Bevölkerung abzuholen. Ich will Raum für Diskussionen schaffen, denn nur so entstehen Anreize und Ideen. Mein Ziel ist es, Politik wieder nahbarer zu machen. Ich möchte auf die Leute zugehen und ihnen sagen: Lasst uns wissen, was ihr von uns haltet. Auch Geselligkeit muss einen Platz in der Politik haben. So macht sie politische Arbeit nämlich auch Spass. Ich kann von mir durchaus behaupten, dass meine politische Tätigkeit auch mein Hobby ist.

Claudio Altwegg ist neuer Präsident der FDP Wil

An der Mitgliederversammlung der FDP Wil wurde am Dienstag , 2. Mai 2017 eine neu zusammengesetzte Parteileitung gewählt. Zu Veränderungen kam es im Präsidium. Jigme Shitsetsang, der den Wiler Freisinnigen seit 2009 als Präsident vorsteht, hat sein Amt an Claudio Altwegg übergeben. Neue Vizepräsidentin ist Cornelia Kunz und als Vertreterin der Jungfreisinnigen wurde deren neue Präsidentin Salome Zeintl gewählt.

Jigme Shitsetsang kann auf bewegende 8 Jahre als Parteipräsident der FDP Wil zurückblicken. In seinem letzten Bericht betonte er deren eindrückliche Entwicklung in den vergangenen neun Jahren sowie das sehr erfreuliche Resultat bei den Stadtparlamentswahlen im vergangenen Jahr. So gelang es, die acht Sitze – trotz der Reduktion des Parlaments von total 45 auf 40 Sitze – zu halten und den Wähleranteil zu steigern. Auch lobte Shitsetsang die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Wiler Jungfreisinnigen, die ihren Parlamentssitz ebenfalls halten konnten und aus deren Reihen auch der neu gewählte Präsident stammt. Claudio Altwegg ist in Wil aufgewachsen und ist seit 2013 Mitglied der Jungfreisinnigen. Vor einem Jahr wurde er als Vizepräsident in den Vorstand der FDP Wil gewählt. In seiner Antrittsrede betonte er besonders den guten Zusammenhalt und den Elan innerhalb der Partei, welche die erfolgreiche Arbeit der FDP prägen.

Zwei neue Frauen in der Parteileitung

Das frei werdende Vizepräsidium übernimmt per sofort Cornelia Kunz, die bereits als Kandidatin für das Stadtparlament zu Wahl stand. Ebenfalls neu in der Parteileitung ist Salome Zeintl, als Präsidentin und Vertreterin der Jungfreisinnigen. Sie hat im April das Präsidium von Jannik Schweizer übernommen. Weitere wiedergewählte Vorstandsmitglieder sind Patrick Langenauer (Kassier), Thomas Eisenegger (Events), Manuela Ebneter (Mitglieder) sowie Stadtrat Daniel Meili, Fraktionschef Mario Breu und neu auch in seinem Amt als Kantonsrat Jigme Shitsetsang.