Die FDP Wil in der Presse

Die FDP Wil in der Presse

«Vier Sitze für Bronschhofen»

Tagblattonline 26.01.2012, Monique Stäger

Im Herbst wird ein neues Stadtparlament gewählt. Das Kandidaten-Karussell im Stadtrat und beim Stadtpräsidium dreht sich bereits. Die Wiler Zeitung sprach mit Jigme N. Shitsetsang, FDP-Präsident, über die Strategie seiner Partei.

Herr Shitsetsang, Sie sind seit 2009 Präsident der FDP-Ortspartei Wil. Was sind Ihre persönlichen Höhepunkte und welches war die grösste Enttäuschung während dieser Zeit?

Jigme N. Shitsetsang: Die positiven Erlebnisse überwiegen eindeutig. Sehr gefreut habe ich mich über den Abstimmungsgewinn der Steuervorlage im März 2010. Dank uns wurde der Steuerfuss auf 124 Prozent belassen und nicht auf 128 Prozent erhöht. Unterdessen hat ja der Stadtrat auch für 2012 beantragt, den Steuerfuss auf 124 Prozent zu belassen. Sehr gefreut habe ich mich auch über die klaren Abstimmungsresultate für die Vereinigung mit Bronschhofen. Der Einsatz der FDP als treibende Kraft der Vereinigung hat sich ausbezahlt. Ein besonderes Highlight war natürlich die Bundesratskandidatur von Karin Keller-Sutter und ihre souveräne Wahl zur Ständerätin. Es ist natürlich etwas Besonderes, wenn man in der Ortspartei eine solche national bekannte und respektierte Vorzeigepolitikerin als Mitglied hat. Persönlich habe ich mich über mein Nachrücken in das Wiler Stadtparlament im November 2011 gefreut und auch die vielen, mehrheitlich positiven Feedbacks, die ich immer wieder von Wilerinnen und Wilern erhalte, motivieren mich zusätzlich, das zeitintensive Amt des Präsidenten weiter auszuüben.

Die FDP Wil hat per 1. Januar mit der Ortspartei Bronschhofen/Rossrüti fusioniert. Wie wurde das Präsidium geregelt und der Vorstand organisiert?

Shitsetsang: Wir standen schon seit Anfang 2009 im regelmässigen Austausch mit unseren Bronschhofer Parteikollegen. Nach der erfolgreichen Abstimmung im Juli 2011 haben wir im August gemeinsam beschlossen, nun auch konsequenterweise die Vereinigung der beiden Ortsparteien umzusetzen. Wichtig war uns, dass im neuen Vorstand der neuen Partei Vertreter der beiden bisherigen Ortsparteien vertreten sind. Dies ist uns mit drei Vorstandsmitgliedern aus Bronschhofen und acht Vorstandsmitgliedern aus Wil sehr gut gelungen. Für das Präsidium habe ich mich zur Verfügung gestellt und wurde dann auch zu meiner Freude an der Gründungsversammlung gewählt. Als Vizepräsident wurde Marc Bachmann gewählt und auch sämtliche anderen Vorstand-Chargen konnten ebenfalls besetzt werden.

Im 2012 wird das Wiler Parlament neu gewählt. Welches sind die Ziele Ihrer Partei hinsichtlich der Sitzverteilung?

Shitsetsang: Wir wollen unsere sieben Wil-Sitze halten und in Bronschhofen vier gewinnen.

Haben sich Ihre Chancen für Sitzgewinne durch die Parteifusion vergrössert?

Shitsetsang: Ja, ich glaube die Chancen sind gestiegen, aber nicht nur allein wegen der Parteifusion. Ich bin mir sicher, dass die geleistete Arbeit der FDP in Bronschhofen und Wil während der laufenden Legislatur vom Stimmvolk honoriert wird. Zudem werden auch die individuelle Qualität und die Berechenbarkeit der Kandidaten entscheidend sein. Ich bin überzeugt, dass wir auf beiden Wahllisten Persönlichkeiten präsentieren werden, die sich fachlich wie menschlich für die politische Arbeit im Parlament bestens eignen und für eine ideologiefreie, lösungsorientierte Politik stehen werden.

Wo sehen Sie Risiken bei den Wahlen hinsichtlich der Parteifusion?

Shitsetsang: Der Wahlkampf in zwei Wahlkreisen ist für alle Beteiligten Neuland und hat durchaus auch seine Tücken. Ich sehe aber vor allem Herausforderungen und gute Chancen, liberale Politik in und für Wil zu stärken.

Der Stadtratssitz von Barbara Gysi wird frei. Hat Ihre Partei Ambitionen auf diesen Sitz? Gibt es bereits Namen, die genannt werden?

Shitsetsang: Ich will nicht verhehlen, dass die diversen Wortmeldungen von verschiedenen Parteien bei mir ein Schmunzeln ausgelöst haben. Festzuhalten gilt, dass keine Partei einen Anspruch auf einen Stadtratssitz oder das Stadtpräsidium hat! Stadtratswahlen sind Persönlichkeitswahlen und ich bin mir sicher, dass das Stimmvolk im Herbst die richtige Wahl treffen wird. Natürlich nehmen wir eine Lagebeurteilung vor, diese machen wir aber mit der nötigen Ruhe und Umsicht. Einzelne Gespräche mit in Frage kommenden Persönlichkeiten habe ich bereits geführt. Mehr möchte ich zu diesem Thema noch nicht sagen und es wäre heute verfrüht.

Wie sieht es aus hinsichtlich des Stadtpräsidiums? Will die FDP einen Kandidaten stellen? Sucht sie aktiv eine Kandidatin oder einen Kandidaten oder liegen bereits Anfragen auf dem Tisch?

Shitsetsang: Wie sagte doch Bruno Gähwiler in seinem Interview mit ihrer Zeitung vom 31. Dezember 2011 so schön: «2011 ist das Jahr der Entscheidung und 2012 der Kommunikation.» Ich halte es gleich, zuerst entscheiden wir innerhalb der Partei und dann kommunizieren wir nach aussen.

Wann werden Sie nominieren?

Shitsetsang: Im Mai oder Juni.

Interview: Monique Stäger


FDP Wil startet mit Zuversicht ins neue Jahr

mywil.ch, 17. Januar 2012

Die neu vereinigte FDP Wil kann bei der traditionellen Neujahrsbegrüssung auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.
Die Mitglieder gehen die Herausforderungen im Wahljahr optimistisch an.

Mathias Nydegger

Vereinigt ins Wahljahr
Per 1. Januar haben sich die beiden bisherigen freisinnigen Ortsparteien Wil und Bronschhofen-Rossrüti als erste zur neuen FDP.Die Liberalen Wil vereinigt. So war die traditionelle und mit über 50 Teilnehmenden gut besuchte Jahresbegrüssung im Hof zu Wil ein erster gemeinsamer Höhepunkt im bedeutenden Wahljahr.
Nach dem Apéro der FDP Regionalpartei Wil-Untertoggenburg im Foyer, genossen die Mitglieder und Angehörige den Abend im festlich gedeckten Ulrich-Rösch-Saal. Das feine Drei-Gänge-Menu wurde musikalisch begleitet durch gefühlvolle Klänge des Duos Daylight.
Erfreulich viele Zuzwiler sind der Einladung nach Wil gefolgt. Susanna Hoffmann, Präsidentin der FDP Ortspartei Zuzwil, stellte in Ihren Grussworten fest, dass sie nach der Vereinigung nun die einzigen anwesenden Gäste seien und den Anlass darum besonders geniessen würden.

Lokale Erfolge
Inzwischen schon traditionell ist der humorvolle, internationale Jahresrückblick durch den bisherigen und neuen Präsidenten der FDP.Die Liberalen Wil, Jigme Shitsetsang. „Es war ein bewegendes und aufregendes Jahr, was man so bei Jahresbeginn nicht erwarten konnte“, meinte der Präsident. So habe etwa der Begriff «Schirm» als EURO-Rettungsschirm eine ganz neue Bedeutung erhalten. In Italien laute das Wort des Jahres nicht etwa «Schuldenkrise», sondern «Bunga-Bunga-Party».
Der Arabische Frühling wäre ohne Twitter und Facebook nicht zustande gekommen. Gäbe es einen Technologischen Friedensnobelpreis, würde dieser darum an die beiden Medien gehen.

Lokal erlebten die freisinnigen ein erfolgreiches Abstimmungs- und Wahljahr. Der Präsident hob insbesondere die erfolgreich und durch die FDP Ortsparteien geprägte Vereinigung der Ortsgemeinden Wil und Bronschhofen hervor. So sei es vor Jahren mit Christof Gämperle im Stadtparlament auch ein Freisinniger gewesen, welcher den Stein ins Rollen gebracht habe. Die Wahl von Karin Keller-Sutter in den Ständerat stellte für die Ortspartei einen besonderen Glanzpunkt dar.

Verantwortung übernehmen
Ortsparteipräsident Shitsetsang blickt zuversichtlich in die Zukunft. Es liege an jedem einzelnen, Verantwortung in seinen Lebensbereichen zu übernehmen. Der Entscheid über Erfolg oder Misserfolg spiele sich vor allem im Kopf ab. Wenn die bevorstehenden Herausforderungen mit Zuversicht angegangen würden, könne 2012 auch eines der besten Jahre werden. Die Ortspartei sei auf allen Ebenen mit sehr guten Personen besetzt. Aus dieser Sicht könnte das Jahr mit den Stadtparlamentswahlen durchaus eines der besten werden.


Klöti will die Berufslehre stärken

Tagblatt online, 09. Januar 2012

FDP-Mann Martin Klöti will als Regierungsrat auf die Wiler Parteikollegin Karin Keller-Sutter nachfolgen. Im Wiler Hof nahm der Stadtammann von Arbon Stellung dazu, wie er den Wirtschaftsstandort St. Gallen stärken möchte.

CHRISTOF LAMPART

Vorgängig zum Neujahrsapéro der Ortspartei Wil läutete die Regionalpartei mit ihrer Veranstaltung zum Thema «Sichere Arbeitsplätze» den anstehenden Wahlkampf ein, an der unter der Leitung von Kantonsrat Franz Mächler Martin Klöti, Stefan Frei (Jonschwil) und Marc Mächler (Zuzwil) kurze Referate hielten.

Berufslehre konsequent fördern

Unter der Diskussionsleitung von Kantonsrat Franz Mächler erklärte Martin Klöti, dass er es als wichtig erachte, dass man als Individuum nicht nur Verantwortung für sich, sondern für die Gesellschaft übernehme. Übertragen auf den Kanton St. Gallen wünschte er sich in Zukunft eine Verwaltung, welche den aktiven Dialog mit der Wirtschaft sucht. Eine stabile und nachhaltige Politik funktioniere nur mit einer gesunden Wirtschaft. Und eine solche komme nur zustande, wenn die Politik auf die Unternehmer zugehe, frühzeitig etwaige Probleme zusammen und ohne allzu grossen bürokratischen Aufwand angehe. In Sachen Berufsbildung und der Erhaltung der Arbeitssicherheit sei es wichtig, dass man nicht einfach auf eine hohe Maturitätsquote schiele, sondern die Berufslehre konsequent fördere. Denn weltweit – und somit auch in der Schweiz – herrsche kein Mangel an Juristen, Ökonomen und Politikwissenschafter, wohl aber an hervorragend ausgebildeten Handwerkern. «Andere Länder kennen eine Berufsausbildung, wie wir sie haben, nicht. Das ist unser grosser Vorteil im internationalen Wettbewerb und auch ein Grund, warum viele Unternehmen sich gerne hier in der Schweiz ansiedeln», so Klöti.

Jonschwils Gemeindepräsident Stefan Frei betonte, dass man mit der Realisierung von regionalen Projekten ein besseres Identitätsgefühl schaffen und auch die Attraktivität der ganzen Region steigern könne. Marc Mächler erklärte, dass es wichtig sei, dass man «Rahmenbedingungen schafft, welche unternehmerischen Spielraum ermöglichen».

«Vieles spielt sich im Kopf ab»

Der Wiler FDP-Parteipräsident Jigme Shitsetsang erklärte, dass das Jahr 2012 schwieriger sein könnte als von vielen ursprünglich gedacht – Stichwort Eurokrise –, aber im Grunde werde niemand daran gehindert, «zu denken, dass alles nur besser kommen kann». Dieses positive Denken tue in Zeiten, in denen politische und wirtschaftliche Revolutionen und Umwälzungen ganze Regimes und Regierungen stürzten und vermeintlich sichere Wirtschaftsnationen in Bedrängnis brächten, einfach not. «Denn vieles, Erfolg oder Misserfolg, spielt sich vor allem im Kopf ab», so der Parteipräsident. Interessant sei auch, dass sich all die Revolutionen nur dank den neuen Technologien wie Facebook oder Twitter haben realisieren lassen. «Gäbe es einen Nobelpreis für technologische Innovationen, dann müssten diesen die sozialen Netzwerke erhalten», so Shitsetsang. Lokal sehe er die FDP nicht erst seit der Fusion der Ortsparteien von Wil und Bronschhofen sehr gut aufgestellt: «Wir haben viele Mitglieder und können auch alle unsere Positionen in der Leitung mit guten Leuten besetzen. Und das gilt sicherlich auch für die kommenden Gemeindeparlamentswahlen.»


FDP Ortsparteien vereinigen sich

Wilerzeitung, 15. Dezember 2011, Andreas Widmer

Die neue Parteileitung der FDP.Die Liberalen Wil (von links nach rechts)

Thomas Eisenegger, Eugen Melliger, Manuela Ebneter, Patrick Sauter, Jigme Shitsetsang (Präsident), Mathias Nydegger, Andreas Widmer, Markus Merki, Marc Bachmann. Es fehlt Norbert Hodel.

 

Als treibende Kräfte der Gemeindevereinigung Bronschhofen-Wil haben sich die beiden freisinnigen Ortsparteien konsequenterweise nun ebenfalls vereinigt. Der Zusammenschluss erfolgt auf Beginn des nächsten Jahres. Im Ebnet-Saal Bronschhofen haben die beiden Ortsparteien getrennt in ausserordentlichen Mitgliederversammlungen der Vereinigung jeweils einstimmig zugestimmt, anschliessend gründeten die zahlreich anwesenden Mitglieder gemeinsam die vereinigte Ortspartei FDP.Die Liberalen Wil. Der neue Vorstand steht unter dem Präsidium von Stadtparlamentarier Jigme Shitsetsang und umfasst Parteileitungsmitglieder aus beiden Orten. Erster Anlass der neuen Partei wird die Neujahrsbegrüssung vom 7. Januar 2012 sein, zu welchem im Vorfeld auch Regierungsratskandidat Martin Klöti, Stadtammann aus Arbon, erwartet wird.


FDP unterstützt Vereinigungsprozesss Wil-Bronschhofen

Infowilpus, Wil/Bronschhofen: 02.06.2009, Niklaus Jung
Die beiden FDP-Ortsparteien von Wil und Bronschhofen halten fest, dass es bei der Fusion Wil-Bronschhofen nicht um eine Übernahme, sondern eine Vereinigung zweier Orte geht.

Die beiden FDP Ortsparteien von Wil und Bronschhofen wollen den Fusionsprozess der beiden Orte aktiv unterstützen. An der Medieninformation vom Dienstag zeigten die Parteiratsvertreter ihre Beweggründe für die Prüfung der Fusion auf, es gebe für beide Orte zahlreiche Synergien zu gewinnen. Ebenso deutlich wurde kommuniziert, dass es an der Urne am 27. September 09 nicht um den Grundsatz „Ja zur Fusion“ geht, sondern um die Prüfung der Auswirkungen einer Fusion. Die entscheidende Frage folgt in einer nächsten Abstimmung, wenn die Details bekannt sind.

Die beiden FDP Ortsparteien von Wil und Bronschhofen pflegen schon länger einen intensiveren Austausch. So war es nach Jigme Shitsetsang, Präsident der FDP Wil, klar, dass sie auch den Vereinigungsprozess zusammen gestalten wollten. Schliesslich habe die FDP Wil schon im 2004 mit einem politischen Vorstoss die Fusion der beiden Orte in die Diskussion gebracht. Seitens der FDP Bronschhofen betonte Präsident Vinzenz Frick, mit dem Zusammengehen die Stärkung der Region mit erhöhtem Einfluss auf Kanton und Bund zu erreichen. Die laufenden Projekte wie A1-Anschluss „Wil-West“ zeigten deutlich, dass nur im grösseren Verbund Lösungen zu erreichen seien.

Aktionsplan für Informationen
Die Gründe für die Vereinigung der beiden Orte sind aus der Sicht der beiden Ortsparteien vielfältig. Zum einen seien die beiden Orte bereits heute sozusagen geographisch zusammen gewachsen. Dazu komme, dass gerade Rossrüti auf Grund der Topographie deutlich nach Wil orientiert sei. Weiter könne Bronschhofen der Stadt mit verfügbarem Bauland dienlich sein, während Bronschhofen wohl vom tieferen Steuerfuss in Wil profitieren werde, betonte der Bronschhofer FDP-Präsident Vinzenz Frick.

Bereits am 13. Juni will die FDP Wil mit der Nachbarpartei Bronschhofen einen gemeinsamen Parteianlass organisieren mit dem Titel: „Grenzen verwischen“. An historischer Stätte, nämlich auf dem Aussichtsturm auf dem Hofberg, soll der Anlass stattfinden, dort wo der Wiler Turm auf Bronschhofer Boden steht. Eine öffentliche Veranstaltung ist auf den 17. August in der Tonhalle Wil angesagt, wo die Stadtpräsidenten von Rapperswil-Jona (fusioniert) und Rorschach (misslungene Fusion) ihre Erfahrungen bekannt machen. Rückfragen an andere Ortsparteien seien teils bereits unterstützend beantwortet worden, informierte Jigme Shitsetsang zum Stand der Vorbereitungen.

Auch seitens der FDP Bronschhofen betonte deren Präsident Vinzenz Frick, dass ein Zusammengehen zu mehr Effizienz und Stärkung beider Orte führen werde. Nach Frick geht es jetzt auch darum, die noch erhältlichen Förderbeiträge des Kantons abzuholen. Die erfolgreiche Zukunft setze eine langfristige Perspektiven voraus. Aus der Fusion könnten ergänzende Standortvorteile „Stadt/Land“ erreicht werden.



Die Liberalen werden aktiv

Wiler Nachrichten, Nr 23, 4. Juni 09, Walter Sutter

WIL/BRONSCHHOFEN FDP Wil und FDP Bronschhofen unterstützen den Vereinigungsprozess


Am 27. September hat das Stimmvolk der Stadt Wil und der Gemeinde Bronschhofen in einem Grundsatzentscheid darüber zu befinden, ob eine Gemeindevereinigung von den Behörden weiterverfolgt werden soll.


Bei einem Ja der Stimmenden erhalten der Wiler Stadtrat sowie der Bronschhofer Gemeinderat den Auftrag, die Details für eine Gemeindevereinigung auszuarbeiten. Wenn alle Details bekannt und alle Fragen geklärt sind, kommt die Vorlage noch einmal an die Urne. Dann können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger definitiv über die Gemeindevereinigung befinden. Sagt das Stimmvolk am 27. September nein, so ist die Gemeindevereinigung für Jahre vom Tisch.


Vereinigungsprozess fördern


«Die Parteileitungen der FDP Wil sowie der FDP Bronschhofen unterstützen den Vereinigungsprozess der beiden Behörden und haben beschlossen dieses Prozess aktiv mitzugestalten», erklärte Jigme Shitsetsang, Präsident der FDP Wil. Nicht zuletzt habe ja die Motion von Christoph Gämperle, FDP, im Stadtparlment vom September 2004 den Vereinigungsprozess ins Rollen gebracht. Die beiden Parteien hätten sich regelmässig getroffen und einen Aktionsplan ausgearbeitet. «Unser Ziel ist es, die Bevölkerung beider Orte für die Vereinigung zu gewinnen und auch Informationsarbeit zu leisten, so Shitsetsang.


Gründe für eine Vereinigung


Die Gründe für eine Vereinigung seien vielfältig, so der Präsident.
Wichtige Faktoren seien dabei planerische, finanzielle und organisatorische Aspekte.


Für eine Vereinigung spreche die geografische Situation. «Das Siedlungsgebiet beider Gemeinden ist praktisch zusammengewachsen und namentlich Rossrüti ist aufgrund seiner Topographie stark wilorientiert. » Im Gegensatz zu Bronschhofen verfüge Wil nur noch über geringe Landreserven.


«Beide Gemeinden wollen langfristig ihren Finanzhaushalt im Lot halten. Trotzdem weist die Stadt Wil einen deutlich tieferen Steuerfuss bei hoher Finanzkraft auf, so Shitsetsang. Im Bereich Organisation bestehe bei einer Vereinigung – unabhängig von der heutigen Struktur – ein nicht unerhebliches
Potenzial. Gegner würden den Verlust von Identität und Identifikation mit ihrem Wohnort fürchten. Aber auch die Zunahme der Anonymität und ein Verlust an Überschaubarkeit würden ins Feld geführt.


Drei Kernaussagen


Die beiden Ortsparteien haben ihre Bemühungen unter drei Aspekte gestellt.


Zusammen effizienter:
«Wir streben Professionalisierung in der Schul und Schulraumpolitik, in der einheitlichen Verkehrspolitik sowie Raumplanung und Umweltpolitik an» betonte Vinzenz Frick, Präsident FDP Bronschhofen.

Gemeinsam stärker:
«Mit über 20’000 Einwohnern wird der Einfluss bei Bund und Kanton stärker, wir nutzen Synergien bei der Verwaltungstätigkeit und beim Abbau von Grenzen.» Erfolgreich in die

Zukunft:
«Wir nutzen die Förderbeiträge des Kantons und gestalten mit einem effizienten Standortmarketing die Zukunft der Gemeinde erfolgreich», so Frick. «Die Schaffung der Einheitsgemeinde hat den Weg für die Vereinigung geöffnet.»

Aktionen


Am 13. Juni führen die beiden Parteien einen Parteianlass mit symbolischem «Grenzen verwischen» und Grillieren durch.


Am 17. August wird ein Anlass in der Tonhalle durchgeführt. Die Stadtpräsidenten Beni Würth (Rapperswil Jona) und Thomas Müller (Rorschach) berichten, warum die eine Vereinigung erfolgreich umgesetzt werden konnte und warum die andere scheiterte. Beleuchtet werden auch Vor und Nachteile der Vereinigung bei Rapperswil/Jona. Moderiert wird der Anlass von Alex Brühwiler, Gemeindepräsident Gossau.



Die FDP der Gemeinde Bronschhofen-Rossrüti und der Stadt Wil unterstützen die Gemeindefusion.

St. Galler Tagblatt, Region Wil: 03. Juni 2009

Wil. Die FDP der Stadt Wil und die FDP Ortspartei Bronschhofen-Rossrüti unterstützen den Vereinigungsprozess der Stadt Wil mit der Gemeinde Bronschhofen-Rossrüti. Sie haben beschlossen, diesen Prozess aktiv mitzugestalten. Das Hauptaugenmerk der Parteileitungen gilt nun der Abstimmung im September. Dann wird das Stimmvolk entscheiden, ob eine Vereinigung von den Behörden weiter verfolgt werden soll, oder nicht. (mst.)



FDP unterstützt Vereinigungsprozesss Wil-Bronschhofen

Infowilpus, Wil/Bronschhofen: 02.06.2009, Niklaus Jung
 
Die beiden FDP-Ortsparteien von Wil und Bronschhofen halten fest, dass es bei der Fusion Wil-Bronschhofen nicht um eine Übernahme, sondern eine Vereinigung zweier Orte geht.

Die beiden FDP Ortsparteien von Wil und Bronschhofen wollen den Fusionsprozess der beiden Orte aktiv unterstützen. An der Medieninformation vom Dienstag zeigten die Parteiratsvertreter ihre Beweggründe für die Prüfung der Fusion auf, es gebe für beide Orte zahlreiche Synergien zu gewinnen. Ebenso deutlich wurde kommuniziert, dass es an der Urne am 27. September 09 nicht um den Grundsatz „Ja zur Fusion“ geht, sondern um die Prüfung der Auswirkungen einer Fusion. Die entscheidende Frage folgt in einer nächsten Abstimmung, wenn die Details bekannt sind.

Die beiden FDP Ortsparteien von Wil und Bronschhofen pflegen schon länger einen intensiveren Austausch. So war es nach Jigme Shitsetsang, Präsident der FDP Wil, klar, dass sie auch den Vereinigungsprozess zusammen gestalten wollten. Schliesslich habe die FDP Wil schon im 2004 mit einem politischen Vorstoss die Fusion der beiden Orte in die Diskussion gebracht. Seitens der FDP Bronschhofen betonte Präsident Vinzenz Frick, mit dem Zusammengehen die Stärkung der Region mit erhöhtem Einfluss auf Kanton und Bund zu erreichen. Die laufenden Projekte wie A1-Anschluss „Wil-West“ zeigten deutlich, dass nur im grösseren Verbund Lösungen zu erreichen seien.

Aktionsplan für Informationen
Die Gründe für die Vereinigung der beiden Orte sind aus der Sicht der beiden Ortsparteien vielfältig. Zum einen seien die beiden Orte bereits heute sozusagen geographisch zusammen gewachsen. Dazu komme, dass gerade Rossrüti auf Grund der Topographie deutlich nach Wil orientiert sei. Weiter könne Bronschhofen der Stadt mit verfügbarem Bauland dienlich sein, während Bronschhofen wohl vom tieferen Steuerfuss in Wil profitieren werde, betonte der Bronschhofer FDP-Präsident Vinzenz Frick.

Bereits am 13. Juni will die FDP Wil mit der Nachbarpartei Bronschhofen einen gemeinsamen Parteianlass organisieren mit dem Titel: „Grenzen verwischen“. An historischer Stätte, nämlich auf dem Aussichtsturm auf dem Hofberg, soll der Anlass stattfinden, dort wo der Wiler Turm auf Bronschhofer Boden steht. Eine öffentliche Veranstaltung ist auf den 17. August in der Tonhalle Wil angesagt, wo die Stadtpräsidenten von Rapperswil-Jona (fusioniert) und Rorschach (misslungene Fusion) ihre Erfahrungen bekannt machen. Rückfragen an andere Ortsparteien seien teils bereits unterstützend beantwortet worden, informierte Jigme Shitsetsang zum Stand der Vorbereitungen.

Auch seitens der FDP Bronschhofen betonte deren Präsident Vinzenz Frick, dass ein Zusammengehen zu mehr Effizienz und Stärkung beider Orte führen werde. Nach Frick geht es jetzt auch darum, die noch erhältlichen Förderbeiträge des Kantons abzuholen. Die erfolgreiche Zukunft setze eine langfristige Perspektiven voraus. Aus der Fusion könnten ergänzende Standortvorteile „Stadt/Land“ erreicht werden.