KEIN PLATZ FÜR HÄUSLICHE GEWALT

Häusliche Gewalt betrifft Frauen, Männer und Kinder in allen Altersstufen, Nationen und sozialen Schichten. Zugleich zeigen Statistiken, dass rund 80 Prozent der verurteilten Täter männlich und etwa 80 Prozent der Opfer weiblich sind.

Gewalt beginnt oft früher, als viele vermuten: mit Worten, in vermeintlichen „Scherzen“ oder in alltäglichen Redewendungen, die insbesondere Frauen und LGBTQ+-Personen herabsetzen. Ausdrücke wie „sei keine Susi“, „wie ein Mädchen“ (weinen, zimperlich), „so schwul“, „Pussy“ (wenn jemand nicht als „männlich genug“ gilt) oder „Hurensohn“ spiegeln Denk- und Sprachmuster wider, die Respekt und Gleichwertigkeit untergraben. Häufig geschieht das ganz subtil, unbewusst oder ohne böse Absicht.

Die Türe für Gewalt öffnet sich meist schleichend und unscheinbar!

  • Deine Grenzen werden missachtet 
  • Kontrollverhalten und Isolation
  • Du wirst in der Beziehung beleidigt, gedemütigtund abgewertet
  • Finanzielle Abhängigkeit und -kontrolle
  • Unerwünschte Berührungen und/oder ungefragtes Zuschicken von pornografischem Material

Du möchtest aktiv werden?

  • Lese dich in das Thema ein. Einen sehr guten und aktuellen Einblick in die Thematik in der Schweiz gibt das Buch „Niemals aus Liebe – Warum Frauen zu lange in destruktiven Beziehungen bleiben“ von Pia-Maria Pedersen
  • Du suchst einen Film, der mit Witz und Leichtigkeit an das ernste Thema heranführt und trotzdem zum Nachdenken anregt? Unser Tipp: „Wunderschön“ (2022), Regie: Karoline Herfurth.
  • Spende an lokale Hilfsorganisationen oder Frauenhäuser.
  • Nimm an Veranstaltungen zum Thema teil und mache das Thema so sichtbar
  • Mach mit bei der FDP Wil und gestalte mit uns eine offene, gleichberechtigte und tolerante Gesellschaft. Oder erinnere dich bei den nächsten Wahlen an unser Engagement – und setze dein Kreuz für die FDP.

Wer Gewalt erlebt oder beobachtet, kann etwas tun, damit sie endet.

In akuter Gefahr: Ruf die Polizei (117) oder suche sofort Schutz in einem Frauenhaus oder bei einer vertrauten Person. Verlasse den Tatort, wenn möglich.

Suchst du Unterstützung? Du bist nicht allein.

  • Soforthilfe nach sexualisierter Gewalt (Hoch Health Ostschweiz): 071 494 94 94
  • Frauenhaus St. Gallen: 071 250 03 45
  • Opferhilfe SG-AR-AI, St.Gallen: 071 227 11 00 
  • Kinder- und Jugendhilfe Toggenburg-Wil: 071 914 47 20
  • Dargebotene Hand, Hilfetelefon Gewalt in mehreren Sprachen: 143

Du möchtest dich im Internet informieren?

Ein guter Einstieg mit weiterführenden Links: https://www.ohne-gewalt.ch

Chatte mit Maya

Du bist unsicher und möchtest anonym mal mit Maya chatten, jemand auf deiner Seite haben?

Maya ist ein KI-Chat, welcher gemeinsam mit Betroffenen entwickelt wurde. Einfach ausprobieren und los-chatten: https://myprotectify.org

Gut zu wissen

Vor über zwanzig Jahren hat die damalige Vorsteherin des Sicherheits- und Justizdepartements und heutige Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) die Koordinationsstelle gegen Häusliche Gewalt und Menschenhandel im Kanton St.Gallen gegründet. Vieles wurde seither erreicht, doch es braucht weiterhin unser gemeinsames Engagement, um Gewalt wirksam vorzubeugen und Betroffene zu schützen.